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Unternehmen

Selbstständig in Berlin: die ersten drei Versicherungen

Wer gründet, hat wenig Zeit für Versicherungsfragen. Diese drei sollten trotzdem ganz oben stehen – der Rest kann meist warten.

Sie haben gerade das Gewerbe angemeldet, die ersten Aufträge stehen an, und irgendwo auf der langen Liste steht auch: Versicherungen klären. Die meisten Gründerinnen und Gründer in Berlin fragen sich dann dasselbe: Womit fange ich überhaupt an? Die ehrliche Antwort lautet, dass nicht alles gleich wichtig ist. Drei Entscheidungen sollten Sie treffen, bevor der erste größere Auftrag läuft, alles andere kann in Ruhe folgen.

An erster Stelle steht die Betriebshaftpflichtversicherung. Sie greift, wenn Sie bei Ihrer Arbeit einem Dritten einen Schaden zufügen, sei es an Personen, Sachen oder daraus folgend am Vermögen. Ein Beispiel: Ein Elektriker verursacht bei einer Reparatur einen Kurzschluss, der die Elektronik des Kunden beschädigt. Ohne Betriebshaftpflicht zahlt er das aus eigener Tasche, und je nach Schaden kann das schnell existenzbedrohend werden. Diese Versicherung ist für fast jede gewerbliche Tätigkeit sinnvoll, unabhängig davon, ob Sie im Büro sitzen oder auf der Baustelle arbeiten.

Der zweite Punkt betrifft Ihr eigenes Einkommen. Als Selbstständiger gibt es keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, und fällt Ihre Arbeitskraft länger aus, fehlt sofort ein Teil des Einkommens. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung deckt das Risiko ab, dass Sie Ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen dauerhaft nicht mehr ausüben können. Ergänzend, oder für kürzere Ausfälle, kommt eine Krankentagegeldversicherung infrage. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt stark vom Beruf, vom Gesundheitszustand und von der finanziellen Grundabsicherung ab. Hier lohnt sich ein genauer Blick, statt eine Police von der Stange zu nehmen.

Die Krankenversicherung ist keine Kür, sondern eine Pflichtentscheidung, die Sie ohnehin treffen müssen. Als Selbstständiger stehen Sie vor der Wahl zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung, und diese Entscheidung wirkt oft über viele Jahre nach, weil ein späterer Wechsel zurück in die gesetzliche Kasse nicht ohne Weiteres möglich ist. Welche Variante zu Ihnen passt, hängt von Einkommen, Alter, Gesundheit und persönlicher Lebensplanung ab. Das ist eine Frage, die eine individuelle Prüfung verdient, keine pauschale Empfehlung, und die auch steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Aspekte berührt, die im Einzelfall geklärt werden sollten.

Was dagegen warten kann, ist alles, was nicht unmittelbar existenzielle Risiken absichert. Eine Rechtsschutzversicherung, eine Inhaltsversicherung für Büro oder Werkstatt, eine Cyberversicherung für digitale Geschäftsmodelle: All das hat seine Berechtigung, aber meist erst, wenn der Betrieb läuft und Sie einschätzen können, welche Risiken bei Ihnen tatsächlich relevant sind. Wer am Anfang zu viel auf einmal abschließt, verliert leicht den Überblick und zahlt für Schutz, den er noch gar nicht braucht.

Bei alledem sind wir als Makler auf Ihrer Seite, nicht auf der des Versicherers. Das ist keine Floskel, sondern rechtlich festgelegt: Nach Paragraf 60 des Versicherungsvertragsgesetzes sind wir Sachwalter unserer Kunden und haften für unsere Beratung. Für Sie ist das in aller Regel kostenfrei, denn die Courtage steckt im Beitrag und fällt auch dann an, wenn Sie direkt beim Versicherer abschließen. Ein Mandat bei uns bindet Sie nicht, es lässt sich jederzeit widerrufen, und für neu abgeschlossene Verträge gilt ohnehin eine gesetzliche Widerrufsfrist.

Wenn Sie gerade gründen und wissen möchten, welche der drei Versicherungen für Ihre konkrete Tätigkeit wirklich passt, finden Sie in unserem Bereich für Gewerbekunden einen ersten Überblick. Für ein persönliches Gespräch, in dem wir Ihre Situation gemeinsam durchgehen, erreichen Sie uns über das Kontaktformular. Als inhabergeführtes Haus seit 1969 mit fester Adresse in Berlin ist im Schadenfall immer ein Mensch mit Namen für Sie da, kein anonymer Strukturvertrieb.

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